30.11.2011 Spielberichte der Schüler
Schüler werden 5. bei der Deutschen Meisterschaft
Bei den Deutschen Meisterschaften hat die Schülermannschaft in einem spannenden und sehr ausgeglichenen Turnier unglücklich das Halbfinale verpasst und das Turnier letztendlich auf dem 5. Platz beendet. Mit etwas Glück wäre sicherlich auch etwas mehr drin gewesen, zeigten die Panther doch im Turnierverlauf, dass sie im Laufe der Saison viel dazu gelernt haben und inzwischen mit den deutschen Spitzenmannschaften mithalten können.
Erster Gegner des Turniers war der Bayerische Meister aus Bernhardswald. Wie bereits häufig in der Vergangenheit hatten die Panther auch diesmal Schwierigkeiten in das Turnier zu kommen. Die Bayern nutzten dies eiskalt aus und legten bereits in den ersten Minuten zwei Tore vor. Erst in der Folge kamen die Panther besser ins Spiel und erkämpften sich eine leichte Überlegenheit. Am 0:2 zur Halbzeit konnten sie aber nichts ändern. In der zweiten Halbzeit stand dann endlich eine wache Mannschaft auf dem Feld. Die Bernhardswalder wurden zunehmend unter Druck gesetzt und Tim nutzte einen schönen Pass von Sarah in der 13. Minute endlich zum 1:2 Anschlusstreffer. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel und in mitten in eine starke Phase der Bayern, in der Caroline mit guten Paraden die Mannschaft im Spiel gehalten hat, erzielte Jan mit freundlicher Unterstützung des gegnerischen Torhüters den umjubelten 2:2 Ausgleich. Die Bayern waren geschockt. Die letzten drei Minuten des Spiels gehörten dann den ausschließlich den Panthern. Die sich bietenden Chancen wurden aber nicht genutzt, so dass es beim insgesamt leistungsgerechten 2:2 blieb.
Der nächste Gegner auf dem Weg in das erhoffte Halbfinale waren die Piranhas aus Pleystein. Diese hatten im ersten Spiel einen sehr starken Eindruck hinterlassen und es war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde.
Anders als im Spiel zuvor spielten die Panther von Beginn an sehr stark. Es entwickelte sich ein gutes, schnelles und von beiden Mannschaften offensiv geführtes Spiel. Die beiden sehr starken Torhüterinnen sorgten aber dafür, dass das Spiel bis in die Mitte der zweiten Halbzeit 0:0 stand. In der 16. Minute kam dann die Spiel entscheidende Szene. Nach einer schönen Kombination mit Tim und Sarah legte Janne Ole den Ball vor. Dessen Schlagschuss konnte die Torhüterin noch halten, doch Ole verwertete den Abpraller und schob den auf der Torlinie liegenden Ball zum 1:0 Siegtreffer in die Maschen. Nach einer pantherstarken Leistung der Mannschaft konnte so der erste Erfolg gefeiert werden.
Nach zwei Spielen Pause stand dann das Spiel gegen die Rhein-Main Patriots auf dem Programm. Die Erstligamannschaft der Gastgeber schien nach den ersten Eindrücken durchaus schlagbar zu sein. Die Panther dominierten das Spiel gegen die defensiv eingestellten Patriots dann auch von Beginn an, ohne aber wirklich zu überzeugen. So dauerte es bis zur 8.Minute bis Ole in einem zähen Spiel das 1:0 erzielte. Der Spielfluss verbesserte sich hierdurch nicht. Die Panther spielten weiter gehemmt und nutzten ihre Chancen nicht. Erst als die Gegner kurz vor Schluss den Goalie für einen fünften Feldspieler aus dem Tor nahmen, gelang Tim das 2:0.
Die Panther gingen somit mit fünf Punkten nach drei Spielen in das Spiel gegen einen der großen Turnierfavoriten, die Düsseldorf Rams. Die Rams hatten in den vorherigen Spielen überzeugt. Doch wider Erwarten entwickelte sich kein einseitiges Spiel. Den konzentriert spielenden Panthern gelang es, die Kreise des starken Kapitäns der Rams zu stören und zogen ihrerseits in der Offensive ein gelungenes Kombinationsspiel auf. Bei Chancen auf beiden Seiten waren es dann die Panther, die zuerst zuschlugen. In der 5. Minute schnappte sich Janne den Ball, fuhr um das Tor herum und schlenzte den Ball mit der Rückhand an der verdutzen Torfrau der Rams zum 1:0 in den oberen Torwinkel. Die Rams waren zunächst geschockt, erhöhten dann aber den Druck und kamen bis zur Pause noch zu einigen Chancen, die Caroline jedoch sämtlich glänzend parieren konnte, so dass es zur Halbzeit beim 1:0 für die stark spielenden Panther blieb. Auch in der zweiten Halbzeit blieb es ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Da die Panther ihre Möglichkeiten aber nicht in Tore umsetzen konnten, kam es schließlich, wie es in solchen Fällen häufig kommt. Die Rams konnten in der 14. Minute durch einen unhaltbaren Direktschuss doch noch ausgleichen. Als die Panther Sekunden vor Schluss dann auch noch ihre letzte Großchance ausließen, stand der 1:1 Endstand – nach einer starken Mannschaftsleistung sowie einer herausragenden Vorstellung von Caroline im Tor – fest.
Die Panther hatten also nach 4 Spielen 6:2 Punkte. Alles schien auf das Halbfinale hinauszulaufen. Doch leider sollte es anders kommen.
Im letzten Spiel des Tages trafen die Panther auf die Berlin Buffalos. Diese waren mit zwei deutlichen Niederlagen in das Turnier gestartet, hatten anschließend bei der kompletten Mannschaft die Rollen ausgetauscht und spielten fortan exzellentes Hockey. Die Panther hätten also gewarnt sein müssen. Dennoch ließen sie sich gleich zu Beginn des Spieles zwei Mal überraschen. Nach Fehlern in der Vorwärtsbewegung wurden die Panther ausgekontert, so dass es bereits nach gut 3 Minuten 0:2 stand. Auch im Anschluss fand die Mannschaft nur schwer ins Spiel. Es wurden zwar Chancen erarbeitet, aber Caroline musste auch mehrmals rettend eingreifen. Kurz vor der Pause gelang dann Jan nach Vorlage von Daniel doch der ersehnte 1:2 Anschlusstreffer. Gleich zu Anfang der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann gegen die Panther entschieden. In der 12. Minute erzielten die Berliner in Unterzahl das 1:3. Wiederum hatten die Panther nach gewonnenem Bulli leichtfertig den Ball verloren und wurden gnadenlos ausgekontert. Zu allem Überfluss erhielt Kapitän Ole, der aus Ärger über das Gegentor, seinen Schläger gegen das Tor geschlagen hatte, vom Schiedsrichter die Gelbe Karte gezeigt und musste für 5 Minuten vom Feld. In der Folge erhöhten die Berliner noch auf 5:1. Der Widerstand der Panther war in diesem Spiel gebrochen.
So musste am Folgetag das letzte Vorrundenspiel der Panther die Entscheidung über den Einzug in das Finale bringen. Da die Rams in ihrem Spiel gegen Pleystein mit einer besseren B-Mannschaft angetreten waren und dementsprechend deutlich gegen die Bayern verloren hatten, mussten die Panther im Spiel gegen den Turnierfavoriten aus Kaarst unbedingt einen Punkt holen, um in das Halbfinale einzuziehen. Nach den am Vortag gezeigten Leistungen der beiden Mannschaften bestand durchaus Hoffnung, dass dies gelingen könnte. Doch der Start in die Partie war äußerst schlecht. Zwar hielten die Panther zunächst gut dagegen, doch gegen die läuferisch starken und schnell kombinierenden Crash Eagles konnten nicht alle Panther mithalten. Dies nutzten die Crash Eagles zu zwei schnellen Toren in der 3. und 5. Minute. Insbesondere in der Defensive zeigten sich altbekannte Fehler und immer wieder musste Caroline halten, um das Ergebnis in Grenzen zu halten. Beim 0:3 war dann aber auch sie machtlos und die Crash Eagles trafen beim zweiten, völlig unbedrängten Nachschuss. Die Trainer nahmen sofort eine Auszeit. Die Reihen wurden aufgelöst. Bis zur Halbzeit änderte sich an der Überlegenheit der Gegner aber nichts.
Die Mannschaft gab aber nie auf und kämpfte weiter. Nach der Pause entwickelte sich dann auch ein völlig anderes Spiel. Angetrieben von Ole begannen die Panther sofort Druck zu machen und bereits nach 27 Sekunden war der Ball zum ersten Mal im Tor der Crash Eagles untergebracht. Ole traf mit einem Schlagschuss in den Winkel zum 1:3. Und die Panther setzten nach. Kaum zwei Minuten später war es erneut Ole, der mit einem unhaltbaren Schlagschuss zum 2:3 Anschlusstreffer traf. Die Hoffnung auf das Halbfinale war wieder da. Die Panther spielten weiter offensiv, und da Caroline die Gegenzüge sämtlich parieren konnte, blieb das Spiel bis zum Schluss auf des Messers Schneide. Wiederum gelang es den Panthern aber nicht, ihre Chancen in Tore umzusetzen. Allein in der letzten Minute wurden drei Großchancen herausgespielt und vertan. Letztlich rächten sich die Fehler zu Beginn des Spiels, da es beim bitteren – über das gesamte Spiel gesehen – aber den gezeigten Leistungen entsprechenden 2:3 blieb. Das Halbfinale war verpasst.
In einem Turnier, in dem die ersten sechs Mannschaften sehr ausgeglichen waren, waren die Panther mit 6:6 Punkten als Tabellenfünfter unglücklich knapp dem Einzug in das Halbfinale gescheitert. Dies lag sicherlich zu einem guten Teil daran, dass in den entscheidenden Phasen kleine Fehler und Unkonzentriertheiten zu unnötigen Gegentoren geführt hatten. Außerdem rächte sich, dass die sich bietenden Chancen nicht konsequenter in Tore umgemünzt werden konnten. Ärgerlich war allerdings, dass nur ein Punkt zum Einzug in das Halbfinale gefehlt hat, und zwar der Punkt, den die Rams den Piranhas aus Pleystein fast kampflos überlassen haben. So waren letztlich der Sieg gegen Pleystein und das Unentschieden gegen die Rams, die beide durch starke Leistungen erkämpft wurden, wertlos.
Die Mannschaft zeigte aber eine gute Moral und spielte auch in der Platzierungsrunde mit vollem Einsatz weiter, so dass noch der 5. Platz gesichert werden konnte.
Zunächst ging es gegen Bernhardswald. Es entwickelte sich wieder ein ausgeglichenes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit gelang aber nur Berhardswald ein Tor. In der zweiten Halbzeit spielten dann fast nur noch die Panther, ohne aber wirklich zu überzeugen. Es ergab sich trotzdem wieder eine Vielzahl von Chancen. Aber irgendwie war der Wurm drin und keine ging rein. Normalerweise verliert man solche Spiele, aber 100 Sekunden vor Schluss gelang Daniel nach schöner Kombination mit Ole und Tim doch noch der 1:1 Ausgleich.
Da Bernhardswald gegen die Patriots anschließend mit 1:0 gewann, war klar, dass für Platz 5 ein Sieg gegen die Patriots nötig war. Die Panther begannen das Spiel konzentriert und spielten über die gesamte Spielzeit hinweg überlegen. Tore durch Jan sowie Ole schafften schnell Klarheit, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Kurz vor Schluss erhöhte Tim in Überzahl noch zum 3:0 Endstand.
Gesamtfazit:
Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie bei den Deutschen Meisterschaften mithalten konnte. Es konnten 3 Siege und drei Unentschieden bei nur zwei Niederlagen erzielt werden, wobei anzumerken ist, dass nur gegen den späteren Meister (knapp) und den Vizemeister (eher nicht so knapp) verloren wurde. Die Erfahrungen aus der Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Schülerliga und der Trainingsfleiß der Mannschaft machten sich deutlich bemerkbar. Mit etwas mehr Glück und Konzentration wäre auch eine noch bessere Platzierung realistisch möglich und sicher auch verdient gewesen. Kein Vergleich also zum Vorjahr, als die Mannschaft in allen Spielen chancenlos war.
Alle Spieler konnten viele neue Eindrücke mitnehmen, Spielpraxis sammeln und werden für ihre Entwicklung hiervon profitieren. Der Zusammenhalt und die Stimmung in der Mannschaft waren gut.
Die Organisation der Meisterschaft war in Ordnung, auch wenn man sicher etwas mehr daraus hätte machen können. Da das Wetter mitspielte, ließ sich sogar die Kälte in der Halle einigermaßen aushalten. Das Thema Hotel klammere ich mal einfach aus.
Abschließend geht der Dank insbesondere an die Trainer Kristian König und Sebastian Lukas, die mit ihrem Engagement über die ganze Saison hinweg ganz wesentlich zur sehr positiven Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison beigetragen haben, und die Betreuer.
Für die Panther spielten:
Ole Schmieta (5 Tore), Janne Goebel (1), Caroline Schmieta, Luc Conseil, Tim Strasser (3), Daniel Faber (1), Sarah Sperber, Mika Schöler, Kai Schenkel, Jan Kanning (3), Jean-Lennart Reckert, Jan Stahlhut
Markus Schmieta



